MESOAMERIKA-GESELLSCHAFT
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Stipendienvergabe Wir freuen uns, erstmalig zwei Forschungsstipedien ausschreiben zu können! WEITERE INFOS HIER

Veröffentlichung Miriam Heun: Anthropomorphe Keramikfiguren aus Teotenango und Ojo de Agua, Tal von Toluca, Mexiko
Spiegelbild der kulturellen Vielfalt einer zentralmexikanischen Stätte WEITERE INFOS HIER


Aktuelle Veranstaltungen

Do, 30. Mai 2013 18:15 Uhr, im Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, 1. Etage
Moderne Sklaverei oder neue Freiheit?
Yukatekische Mayas und die Touristenmetropole Cancún

Markus Poócza (M.A.), Universität Hamburg


Mit dem Bau der Touristenstadt Cancún begann 1970 auf der Halbinsel Yukatan eine neue Ära. Die zuvor spärlich besiedelte und landwirtschaftlich geprägte Region entwickelte sich durch Cancún und folgende tourismusindustrielle Großprojekte in die primäre massentouristische Destination Mexikos. Diese Entwicklung hatte nachhaltige Auswirkungen auf die yukatekischen Mayas, die bis dahin auf subsistenzwirtschaftlicher Basis im Landesinneren gesiedelt hatten. Auf der Suche nach Lohnarbeit migrierten viele von ihnen in die entstehenden touristischen Zentren, es entstanden Stadt-Land-Netzwerke, durch die auch das Leben direkt in den Dörfern verändert wurde. Innerhalb dieser drastischen Veränderungsprozesse werden die Maya häufig lediglich als »Opfer« der übergeordneten Entwicklungen gesehen – eine Perspektive, die es in diesem Vortrag zu korrigieren gilt.
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Do, 27. Juni 2013 18:15 Uhr, im Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, 1. Etage
Teobert Maler - Passion und Schicksal
Lebensgeschichte eines Maya-Forschers

Meike Böge, Universität Hamburg

Teobert Maler wurde 1842 in Rom als Sohn deutscher Eltern geboren. Nach dem Studium der Baukunst und des Ingenieurwesen in Karlsruhe zog es den gerade erst 23 Jahre alten Mann nach Österreich. Dort nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft an und ging mit dem Freiwilligenkorps unter Kaiser Maximilian von Habsburg nach Mexiko. Nachdem der Kaiser hingerichtet wurde und die österreichische Intervention beendet wurde, beschloss Maler trotz großer Unruhen in seiner neuen Wahlheimat zu bleiben. Von diesem Zeitpunkt an widmete er sein Leben der Maya-Forschung. Ihm sind herausragende Fotografien und die Wiederentdeckung von zahlreichen Ruinen zu verdanken. Noch heute werden seine Aufzeichnungen und Aufnahmen als Grundlage für Forschungen zur mesoamerikanischen Geschichte genutzt.
Es wird sich mit den folgenden Fragen beschäftigt: Wer war dieser Reisende? Was waren seine Beweggründe seine Heimat zu verlassen? Was ist sein Vermächtnis für die letzten und kommenden Generationen?

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Zu diesen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.


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